Artikel – Allerlei Taschenspielereien

Serviceverpackungen – wie öde! Eben nicht. Denn es ist durchaus möglich, aus notwendigen Transportbehältern ein edles Stück mit Mehrwert zu machen. Man muss nur wissen, wie.

Taschenspielereien

Philipp Zimmermann, Inhaber der Düsseldorfer Firma Bagstage, kennt nicht nur seine Produkte, sondern auch die Probleme seiner Kunden; gerade, wenn es Neugründer oder kleine Unternehmen sind, denen nur ein begrenztes Werbebudget zur Verfügung steht. „Neutrale Verpackungen ohne Aufdruck und Logo sind zwar schnell verfügbar und in kleinen Mengen erhältlich, aber auch jederzeit austauschbar. Sie vermitteln keine Botschaft, verraten nichts über das Unternehmen, das sie verwendet. Der Werbeeffekt ist also gleich Null. Das ändert sich schlagartig, wenn aus einer anonymen Verpackung neben der Personalisierung auch noch ein attraktives Objekt wird. Denn schöne Dinge werden ungern weggeworfen und bleiben länger in Gebrauch.“

Damit schlägt in der Regel die Stunde der Designer. Ihre Kreativität ist gefragt, um die Verbindung zwischen Zweckmäßigkeit und Optik neu zu definieren. Mit der richtigen Design-Idee entsteht aus einer eher belanglosen Einkaufstüte oder einem Kunden-Give-Away etwas Besonderes mit Unikat-Charakter.

„Genau an dieser Stelle müssten Kunden, Kreative und Produktion viel stärker zusammenarbeiten“ wünscht sich Stefanie van der Most, Sales- und Marketing- Leiterin bei Bagstage, und ergänzt: „Je nach Modell, Menge oder Zeitfenster greifen neben dem Offset- auch diverse andere Druckverfahren. Und neben konkreten Vorzügen gibt es jeweils leider auch konkrete Einschränkungen. Diese – nach Fertigstellung der CI oder des jeweiligen Designs – zu vermitteln, ist nicht immer ganz einfach.“

Unabhängig von der jeweiligen Realisation ist das Thema Design bei Serviceverpackungen in Deutschland insgesamt ein Thema. „Während in anderen Ländern wie etwa Italien der Mut zum Extravaganten und die Liebe zum Detail wesentlich stärker ausgeprägt sind, tendieren deutsche Kunden in den ersten Beratungsgesprächen meist zu einfachen, unifarbenen Varianten oder zu der Standardveredelung Heißfolie in gold oder silber.“

Hier schaltet sich Michaela Abel ein, die als Kundenberaterin in der Freisinger Filiale speziell die Kartonagen betreut. Sie hat einen direkten Einblick in den Markt und beobachtet aktuell einen Trend zum gezielten Understatement: „Viele Kunden lassen jetzt Ton-in-Ton oder mit einem dezenten Blindprägedruck produzieren. So ist ziemlich sicher gewährleistet, dass die werblichen Geschenkverpackungen auch im täglichen Gebrauch erhalten bleiben und nicht direkt in die Gelbe Tonne wandern.“

Nachhaltige Kreativität

Die richtige Lösung zu finden zwischen Gestaltung und Realisation, ökonomischen Erwägungen oder ökologischem Anspruch: Das ist der Spagat, den Kunden, Berater und Werbetreibende schon im Vorfeld vollziehen müssen. Bei Tragetaschen setzt sich aktuell durch die global agierenden Unternehmen der Trend zur dokumentierten Nachhaltigkeit durch und somit zum Beispiel zu FSC-Papieren. Man bewegt sich hier in der Regel im Bild- und Design-freundlichen Offsetdruck, und zumindest die Kür in Ökologie und Gestaltung ist geglückt. „Beim gesamten Thema „schön verpackt“ und speziell bei Kartonagen“ merkt Stefanie van der Most aber an „ist der Spielraum durch die Produktionsvorgaben relativ begrenzt. Hier braucht es neben reiner Kreativität vor allem Know-How, um dem Kundenwunsch gerecht zu werden.“

Damit die täglich geforderte Quadratur des Kreises auch vollbracht werden kann, greift Bagstage auf ein globales Netzwerk verschiedenster Produktionsstätten mit unterschiedlichen Schwerpunkten zurück. „Es ist unser Anspruch, auch kleinen Unternehmen zu einer umfassenden Verpackungslösung zu verhelfen“, hält Philipp Zimmermann an dieser Stelle fest. Und dieses Gesamtkonzept umfasst sowohl personalisierte Bänder und Seidenpapiere sowie Falt- oder Hartkartonagen, Kleidersäcke und Papiertragetaschen bedrucken. Aber auch Schnelligkeit ist ein Faktor, den alle Mitarbeiter bei Bagstage im Blick haben. Wenn es sein muss, wird gezaubert – und dann kann auch ein individueller Druck binnen einer Woche realisiert werden.

Kreativität, die begeistert

Übrigens: Wer sich ein Bild von den vielfältigen Spielarten der Serviceverpakkungen und ihrer Designs verschaffen möchte, sollte einen Besuch im Bagstage- Showroom einplanen. Ein eindrucksvolles Aha-Erlebnis wird garantiert. Auch ein Blick ins Internet lohnt sich. Neben der reinen Produktseite gibt es auch einen Blog, der Kuriositäten zum Thema aufzeigt oder für Sammler und Liebhaber außergewöhnlicher Tragetaschen den nächsten Termin für den „Tütensammlertag“ verkündet. Die ideale Gelegenheit, zum Luxus-Shopping ganz ohne Kreditkarte.

(Quelle: Düsseldorfer Wirtschaftsblatt, 2011)

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